Mehr bewegen! - Stärkung der Demokratie in der Ukraine durch Förderung einer zivilgesellschaftlichen politischen Jugendbildung

Für eine nachhaltige demokratische Entwicklung der Ukraine spielt die Stärkung der demokratischen Orientierung der jungen Generation des Landes eine entscheidende Rolle. In der Ukraine herrschen jedoch im Bereich der handlungs- und partizipationsorientierten politischen Jugendbildung spürbare Defizite. Das Verhältnis der jungen Generation zur institutionalisierten Politik ist nach wie vor von Misstrauen, großer Distanz und zum Teil auch von Enttäuschung über die zögerliche Umsetzung der Reformen geprägt. Zivilgesellschaftlichen Organisationen als Antreibern und Impulsgebern für Veränderungen in der Ukraine kommt daher allgemein und insbesondere im Bereich der politischen Jugendbildung eine besondere Rolle zu.

Ziel des Projektes „Mehr bewegen!“ war es, ukrainischen NGO´s aus der politischen Jugendbildung Fachkenntnisse zu vermitteln, Gelegenheit für Vernetzungsmöglichkeiten mit deutschen und ukrainischen Partnern zu bieten, sowie Einzelprojekte zu fördern.

In diesem Zusammenhang wurden während der Projektlaufzeit von April bis Dezember 2015 folgende Maßnahmen durchgeführt:

  • Workshops zur Kinder- und Jugendpartizipation in der Kommunalpolitik,
  • Bildungsreisen nach Deutschland und in die Ukraine zum Thema Geschichtsaufarbeitung in der politischen Jugendbildung,
  • eine internationale Konferenz zum Thema "Mittel und Wege zur Stärkung der Kinder- und Jugendbeteiligung für die Entwicklung einer demokratischen Gesellschaft",
  • Jugendwahlprojekte in den drei Modellstädten Kiew, Irpin (Kiewer Gebiet) und Saporischschja (Südostukraine) im Vorfeld der Kommunalwahlen im Oktober 2015,
  • Bildungsreise und Besuch des Jugendforums in Berlin mit Vertretern ukrainischer NGO´s mit dem Ziel der gegenseitigen Vernetzung sowie der Schaffung eines späteren gemeinsamen Jugendforums in Kiew unter ukrainisch-deutscher Beteiligung,
  • Dokumentation der Projektergebnisse in einer deutsch-ukrainischen Infobroschüre einschließlich der Auflistung ukrainischer Organisationen der politischen Jugendarbeit.

Weitere Informationen können Sie sowohl auf der offiziellen Seite des Jugendwahl-Projektes „M18“ (in ukrainischer Sprache), als auch auf der Seite des Sozialnetzwerkes VKontakte (in ukrainischer Sprache) erhalten. Informationen auf Deutsch stehen Ihnen auch auf der Seite des Deutsch-Russischen Austausch e.V. in Facebook zur Verfügung. Einen Bericht in russischer Sprache finden Sie im Beitrag im Journal „Vesti. Reporter“ (Журнал „Вести.Репортер“), „Kein Kinderkram – Warum man in ukrainischen Städten angefangen hat Politik zu spielen“ („Недетский выбор - Зачем в украинских городах начали играть в политику“).

Eine aktive Öffentlichkeitsarbeit erfolgte im Rahmen der Projektumsetzung auch in folgende Medien:

Radio und Fernsehberichte:

Artikel:

Wissenschaftliche Artikel und Aufsätze:

  • Einen Beitrag der Fachzeitschrift "Die Bildung der Ukraine" ("Освіта України"), in ukrainischer Sprache
  • Die Zeitung „Direktor der Schule“ (Wöchentliche Zeitung für die Führungskräfte in Schulen, herausgegeben mit der Unterstützung des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft der Ukraine und der Nationalen Akademie der pädagogischen Wissenschaften), Nr. 21-22 (785-766), Februar 2015, Auflage 4481 Stück, in ukrainischer Sprache;
  • Aufsatz: „Internationales Projekt „Unter 18: Mehr Bewegen!“ in der Zeitung „Direktor der Schule" S. 25. Autoren L. Paraschenko, A.Kalinina, in ukrainischer Sprache;
  • Aufsatz „Der Deutsche Patriotismus in der zivilgesellschaftlichen Position" in der Zeitung „Direktor der Schule“, S. 23-24, Autorin Anna Kalinina, die Teilnehmerin im Jahr 2014, in ukrainischer Sprache.

Im Kontext der Jugendwahlen wurden weitere folgende Videobeiträge der Teilnehmer_innen erstellt und auf Youtube platziert:

Darüber hinaus verweisen wir an dieser Stelle auf die Videodokumentation (DE / RU) „Mehr Raum für Initiative!“, mit Interviews der Teilnehmer_innen aus dem Vorgängerprojekt „Politische Jugendbildung Ukraine“.

Umgesetzt wurde das Projekt durch den DRA in Kooperation mit der Agentur für Entwicklung der Bildungspolitik in Kiew, sowie mit dem Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Erlangen-Nürnberg.

Gefördert wurde das Projekt aus Mitteln Auswärtiges Amtes.

Ansprechpartner für das Projekt im DRA sind:

Roman Elsner
roman.elsner@austausch.org
Tel: +49 (0) 30 446 680 25

Irina Bukharkina
irina.bukharkina@austausch.org
Tel: +49 (0) 30 446 680 29